Dirigenten


Anna Skryleva


Biografie

Die in Berlin lebende Dirigentin Anna Skryleva wird im Rahmen des fünfjährigen internationalen Programms für Dirigentinnen »Institute for Women Conductors« von der Dallas Oper gefördert. Ab Herbst / Winter 2017/2018 übernimmt sie als Chefdirigentin die musikalische und künstlerische Leitung der Klassik Philharmonie Hamburg.


In der Spielzeit 2016/2017 begeisterte Skryleva als Gastdirigentin an der Dallas Oper mit einem Verdiprogramm.


Ihre festen Engagements führten die Dirigentin an die Kölner Oper (2004–2007), wo sie mit Sir Jeffrey Tate und Markus Stenz bei der Wagners »Ring« Wiederaufnahmen als Musikalische Assistentin gearbeitet hat. 2007–2012 war Skryleva an der Hamburgischen Staatsoper als Musikalische Assistentin und Repetitorin unter der Leitung der Intendantin und GMD Simone Young engagiert. Als Dirigentin leitete sie zwei Produktionen des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper in der Opera Stabile und Repertoire Vorstellungen auf der großen Bühne (mit Hamburger Symphonikern und Hamburger Philharmonikern).


Zwischen 2012 und 2015 wurde Anna Skryleva als 1. Kapellmeisterin und Stellvertretende GMD zuerst am Schleswig Holsteinischen Landestheater und anschießend an dem Staatstheater Darmstadt engagiert. Hier dirigierte sie mit großem Erfolg: Konzerte mit Werken von Messiaen, Francaix, Berlioz, Britten, Stravinsky; die Vorstellungen und Premieren von Verdis »Otello«, »La Traviata«, Wagners »Tristan und Isolde«, Puccinis »La Boheme« »Il Trittico«, Humperdincks »Hänsel und Gretel«, Weber »Der Freischütz«, Strauss »Salome«, Weills »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«, Prokofievs »Cinderella«, Tchaikovskys »Der Nussknacker«. Im Juni 2015 gastierte Anna Skryleva mit der Produktion Puccinis »Madame Butterfly« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden.


Ihr Opernrepertoire beginnt bei Wiener Klassik (Mozart, Beethoven), geht über Deutsche und Russische Romantik (Weber, Tchaikovsky, Wagner, Strauss, Mussorgsky), über das Italienische »Bel canto« und »Verismo« (Rossini, Verdi, Puccini) bis hin in die Musik des 20. Jahrhundert (Weill, Britten, Prokofiev).


Anna Skryleva ist als Dirigentin im Konzert- und Ballettbereich aktiv. In Mexiko gastierte sie mit dem Philharmonischen Orchester OFUNAM und mit dem Jugendorchester Eduardo Mata, in Deutschland dirigiert sie Konzertprogramme mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, Norddeutsche Philharmonie Rostock, Neue Philharmonie Frankfurt; parallel zu den symphonischen Konzerten konzepiert sie gerne spartenübergreifende Programme. In dem Neujahrskonzert am 1. Januar 2014 mit dem Staatsorchester Darmstadt präsentierte Skryleva dem Publikum ein Programm, bei dem sie Licht-, sowie technische Effekte zusammen mit der Musik gestaltete. Im September 2017 leitet sie die Ballet-Premiere am Theater Magdeburg mit Werken Amerikanischer Komponisten (u. a. S. Barber, J. Adams, Ph. Glass). Im Mai 2017 übernahm sie erfolgreich beim Bodenseefestival die Musikalische Leitung der Vorstellungen der Paul Taylor American Modern Dance.


Die Kulturredaktion des Main Echo hat Anna Skryleva zum »Menschen des Jahres 2013« ernannt.


Im Juni 2014 gründete Anna Skryleva die internationale Friedensinitiative CLASSIC FOR PEACE (CFP). Mit dieser Initiative fördert die vielfältige Künstlerin über klassische Musik die Völkerverständigung. So brachten Anna Skryleva und CLASSIC FOR PEACE 2015 und 2016 junge hochbegabte Musiker/innen aus der Ukraine, Russland, Deutschland, Syrien und Kuba zu einem multikulturellen Dialog zusammen. Die Konzerte fanden mit großem Erfolg in Berlin, Hessen und Rheinland-Pfalz statt und erhielten positive Resonanz sowohl beim Publikum als auch in der Presse.
facebook www.facebook.com/skrylevanna



Ehrendirigent und Gründer Robert Stehli


Biografie

Robert Stehli ist Gründer der KlassikPhilharmonie Hamburg (ehemals Hamburger Mozart-Orchester). Der aus Zürich stammende Künstler erhielt seine Ausbildung an den Musikhochschulen Zürich und Lübeck. Entscheidende Eindrücke, die seine weitere Entwicklung nachhaltig prägten, empfing er durch Herbert von Karajan in Berlin.


Stehlis erste Gründung, das Hamburger Bach-Orchester, war mehrere Jahre international erfolgreich, bevor er es in eine Fusion mit zwei anderen Orchestern einbrachte. Daraus entstanden die Hamburger Symphoniker. Stehli war Leiter dieses Klangkörpers bis zu seiner Berufung zum Chefdirigenten des Niedersächsischen Symphonie-Orchesters Hannover. In dieser neuen Position konzertierte er im ganzen norddeutschen Raum und hatte Gelegenheit, ein reiches Repertoire aufzubauen, das alle Epochen vom Barock bis zur Moderne umfasst. Gleichzeitig war er ständiger Gastdirigent des Nordgriechischen Staatsorchesters in Thessaloniki und gastierte bei einer Reihe namhafter Orchester, so auch beim Tonhalle-Orchester seiner Heimatstadt Zürich.


1978 kehrte Stehli nach Hamburg zurück, wo sich ihm die Chance bot, das Hamburger Mozart-Orchester ins Leben zu rufen. 2003, anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Orchesters, verlieh die Freie und Hansestadt Hamburg Robert Stehli die Senator-Biermann-Rathjen-Medaille für seine Verdienste um das Hamburger Musikleben.

2011 verlieh Bundespräsident Christian Wulff dem Dirigenten das Bundesverdienstkreuz am Bande für sein Lebenswerk.


2015 wird Robert Stehli zum Ehrendirigenten der KlassikPhilharmonie Hamburg ernannt.



Russell Harris


Biografie

Der ehemalige Chefdirigent der Philharmonie Südwestfalen gehört zu den profiliertesten Dirigenten im Bereich Filmmusik.


Russell Harris wurde in London geboren und studierte am dortigen Royal College of Music Dirigieren, Komposition, Klarinette und Klavier.


1974 wurde er Erster Kapellmeister am Opernhaus Malmö, 1984 Musikdirektor der NorrlandsOperan in Umea und Leiter des Nordischen Festivals für Neue Musik in Malmö. Zu den weiteren Stationen gehörten die Königliche Oper Stockholm und eine Dozentur am Musikkonservatorium Malmö.


1987 bis 1989 war Harris Chefdirigent des Opernhauses Göteborg, ab 1991 Erster Kapellmeister am Deutschen Nationaltheater Weimar, 1995 bis 2000 Generalmusikdirektor des Theaters Altenburg-Gera. Eine umfassende Tätigkeit als Gastdirigent führte ihn zum BBC Symphony Orchestra, zu verschiedenen deutschen und skandinavischen Orchestern sowie in die USA, nach Kanada, Frankreich und Zypern. Er leitete außerdem die Europatournee des Welt-Jugendorchesters Jeunesses Musicales.


2003 bis 2011 war Harris Chefdirigent der Philharmonie Südwestfalen. Mit diesem Orchester konzertierte er u. a. in der Berliner Philharmonie, der Essener Philharmonie, in Hamburg, Dortmund, Frankreich und in China. Seit 2011 dirigierte Russell Harris u. a. das Royal Scottish National Orchestra, das Württembergische Kammerorchester und das Xi'an Symphony Orchestra.


Mehrfach leitete er die Dirigierkurse des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats.


Als Experte für symphonischen Jazz dirigiert er auch Aufführungen klassischer Musicals, Filmkonzerte sowie Crossover-Konzerte. Er setzt sich engagiert für Neue Musik und für Projekte ein, die Kinder und Jugendliche an die Musik heranführen.